Autogasanlagen
Der Ottomotor wurde 1866 entwickelt und patentiert als Gasmaschine. Weil Benzin
in flüssiger Form vorliegt und so leicht zu transportieren ist, wurde der Betrieb
mit Benzin konzipiert.
Um Gas in ausreichender Menge mit dem Fahrzeug zu transportieren, muss es in Druckbehältern
in flüssiger Form zur Verfügung gestellt werden.
Um das Gas dem Verbrennungsmotor zur Verfügung zu stellen wird es kontrolliert entspannt
und bereits vor dem Einbringen in die Ansaugluft verdampft. Man spricht hier von
Gaseinblasanlagen.
Es kommen sequentielle und simultane Gaseinblasanlagen zum Einsatz.
Sequentielle Gaseinblasanlagen sind technisch ausgereifte Systeme zum Umschalten
von Benzin auf Flüssiggas. Die Gassteuerung berechnet die Einspritzzeiten basierend
auf der Erfassung der Benzineinspritzzeiten. Das bedeutet, dass die Motorkontrolle
der Benzinsteuereinheit überlassen wird. Die Gassteuereinheit hat die Aufgabe Steuersignale
für die Benzineinspritzer in Steuersignale für die Gasinjektoren umzuwandeln.
Bei der simultanen Gaseinblasung wird das Gas in das offene Einlassventil zu einem
fest vorgegebenen Einspritztermin geblasen.
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